Streik im Sozial- und Erziehungsdienst am Internationalen Frauentag

Wenn wir streiken steht die Welt still

In Frankfurt gingen heute trotz Regen und Schnee die Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst auf die Straße, um ihre Forderungen deutlich zu machen. Sie verlangen 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat und bessere Arbeitsbedingungen. Ausserdem: nach wie vor verdienen Frauen im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer – wenn das kein Grund ist, auf die Barrikaden zu gehen!

Jetzt erst recht!

Auch in Darmstadt gingen die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst auf die Straße. Damit reagieren die Kolleg*innen auf das völlig unzureichende Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Die Soziale Arbeit ist mit 83 Prozent eine Branche, in der überwiegend Frauen arbeiten: beispielweise in Kindertageseinrichtungen, Jugendämtern und Beratungsstellen, dabei mangelt es vielfach an finanzieller Anerkennung.

Bezahlung die zum Leben reicht

Auch in Kassel waren trotz heftigen Schneetreibens zahlreiche Kolleginnen und Kollegen auf der Straßen und machten ihre Forderungen deutlich. Sie verlangen die Aufwertung und bessere Bezahlung im Erziehungs- und Pflegebereich. Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor sehr hoch. Aber auch Arbeitszeiten, die zum Leben passen, gehören dazu. Kürzere Arbeitszeiten und die Umverteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern gehören auf die politische Agenda! 

 

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