Portrait Ralf Dindorf
In unserer Reihe „Portrait“ stellen wir Fotografinnen und Fotografen vor, die durch bemerkenswerte Bilder aufgefallen sind. Hier erzählt uns Ralf Dindorf von seinem fotografischen Werdegang und was ihm beim Fotografieren wichtig ist.
Schon als Kind hatte ich die Möglichkeit, mit einer Instamatic Kamera Fotos zu machen. Meist von Familienausflügen und Wandertouren mit den Eltern, allerdings ohne besonderen qualitativen Anspruch. Dies änderte sich, als ich in der 5. Klasse der Thomas-Mann Schule in Darmstadt-Arheilgen der Schuleigenen Foto AG beigetreten bin. Hier begann die Fotografie im Kleinbild-Format, meist mit Schwarz-Weiss Filmen, die selbst entwickelt und auf Papier ausbelichtet wurden. Auch Diapositiv Filme wurden viel von mir benutzt. Nach der Schulzeit war meine erste selbst gekaufte Kleinbildkamera eine Canon AE-1, danach folgte die AE-1 Programm und die letzte analoge Kamera, die immer noch, wenn auch selten, benutzt wird ist, eine Canon EOS 5. Danach folgten die ersten Digitalkameras. Angefangen mit einer Panasonic NV-DCF1 mit 0,4 Mega-Pixel Auflösung bis zur neuesten Kamera, einer Canon R5 Mark II, mit einer Auflösung vom 45 Megapixel.
Unterdessen bin ich 61 Jahre alt und die Aufnahmebereiche haben sich in dieser langen Zeitspanne oftmals geändert. Von der reinen „Urlaubs- und Verwandtschaftsfotografie“, zur Pressefotografie als freier Mitarbeiter einer lokalen Zeitung, Produktfotografie für Bedienungsanleitungen und Werbung bis hin zur „Menschenfotografie“ in all ihren Facetten!
Seit ca. 20 Jahren habe ich ein kleines Studio bei mir zu Hause, das mit den notwendigen Accessoires wie Beleuchtungsanlage, Hintergründe und viel Dekomaterial ausgestattet ist, um qualitativ hochwertige Aufnahmen zu erstellen. Ich freue mich immer wieder, auch nette Menschen auf TfP-Basis zu fotografieren. Aktuell erstelle ich 3-D-Fotografien mit einer Lidar-Kamera, die ich dann mit einem 3-D Drucker in kleine Skulpturen verwandle.
Zum ver.di Fototeam Hessen bin ich durch meine Gewerkschaftsarbeit gekommen. Ein in Gladenbach angebotener Foto-Workshop im Jahr 2011 hat mir so gut gefallen, dass ich von Anfang an mit dabei war und meine Freude am Fotografieren von gewerkschaftlichen Aktionen wie Streiks, Demonstrationen, Konferenzen und der Sozialfotografie ausgeweitet habe. Bei der Gründung des Fototeam Hessen e.V. im Jahr 2017 war ich als Gründungsmitglied ebenfalls mit dabei und versuche, soweit es mein Berufsleben zulässt, aktiv an unserem Vereinsgeschehen teilzunehmen.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich neue und auch jüngere Mitglieder für das Fototeam Hessen interessieren, die genau so viel Spaß an der Fotografie haben wie ich. Egal ob mit einer großen Kamera oder mit dem Handy. Wichtig ist der richtige Blick für ein aussagekräftiges Bild, und schon passt das in unser fotografisches Profil. Bei Jahresworkshops und Quartalstreffen geben wir gerne Anregungen und Hilfestellungen, damit auch ihr mit dem Thema Gewerkschafts- und Sozialfotografie infiziert werdet.
























