Das Fototeam in Berlin

Es ist schon liebgewonnene Tradition geworden, dass sich das Fototeam einmal im Jahr einen spannenden Ort aussucht, um diesen zu besuchen. Vorwiegend geht es um neue fotografische Erkenntnisse, aber nicht nur. So war für den 30.11.18 bis 02.12.18 dieses Mal Berlin im Focus.

An dieser Stelle einen großen Dank an die Organisatorinnen. Super gemacht! Nach der Ankunft am späten Nachmittag wurde erst einmal das weitere Vorgehen, die Besuchsorte etc. besprochen.

Am nächsten Morgen sind wir vom Ostbahnhof in Richtung East Side Galerie gewandert. Dort befindet sich auf einer Länge von gefühlten zwei Kilometer die größte erhaltene “Restmauer” von Berlin. Tolle Künstler haben an dieser Mauer ihre Kunstwerke zum Besten gegeben. Schon dort wurde viel fotografiert. Tipp für künftige BesucherInnen: möglichst früh da sein, sonst kann man wegen des Besucherandrangs keine vernünftigen Bilder mehr schiessen.

Nach anfangs diesigem Wetter kam tatsächlich hier und da die Sonne heraus. Von der East Side Gallerie sind wir über die Oberbaumbrücke (sehr schönes Fotomotiv) in Richtung Treptower Park gelaufen. Auch auf dieser Wanderung kamen uns tolle Fotomotive entgegen. Anschließend sind wir zum Bahnhof Zoo gefahren. Nur wenige Meter entfernt ist das sogenannte Amerika Haus, welches eine tolle Fotoaustellung bereit hielt. Besonders haben uns die Fotos des amerikanischen Fotografen Nicholas Nixon interessiert. Er hat über 40 Jahre lang seine Frau und deren drei Schwestern einmal im Jahr fotografiert. Das Ergebnis war faszinierend schön. Aber auch andere Fotokünstler gab es dort zu bestaunen. Tipp: Besuch sehr empfehlenswert!

Von dort aus sind wir über den Kudamm (jemand musste unbedingt noch Schuhe kaufen) zu einer berühmten Curry Wurst Bude, Konnopkes Imbiß, seit 85 Jahren, in Pankow gefahren. Lecker! Das Fototeam war an diesem Abend noch voller Energie und man beschloß noch ein wenig über den Weihnachtsmarkt am Alex zu schlendern.

Am nächsten Morgen stand mit kundiger Führung ein wirklich tolles Highlight an. Nicht weit vom Alex, im ehemaligen Scheunenviertel begann unsere Tour. Unser Reiseleiter führte uns zu der ersten Litfasssäule -wie hieß gleich der Erfinder?- in einer berühmt-berüchtigten Strasse aus den 20-iger Jahren. Hier trieb Muskel Adolf sein “Unwesen”. Eine extrem spannende Geschichte. Bei Interesse einfach Muskel Adolf googeln. Diese Strassenzüge hatten alle eines gemeinsam: extreme Armut und Verelendung. Der Weg führte uns noch über die Hackeschen Höfe bis hin zu Berlins größter Synagoge.

Leider wie immer, sind solche Reisen zu kurz. Aber alle sind wieder gut zu Hause angekommen und freuen sich auf eine neue Tour in 2019.

Text: Steffen Dabow

Bilder: Andreas Gangl, Steffen Dabow, Ursula Lerche, Dietrich Schulz Horn, Ralf Quadflieg, Corinna Varenkamp